Gemeinde St. Barbara



In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Krayer Bevölkerung durch die Industrialisierung sehr stark an. Da der Weg zur Laurentiuskirche in Steele beschwerlich war, gründeten Bürger 1887 einen Kirchbauverein. In den Jahren 1893/1895 wurde die Kirche nach dem Entwurf des Architekten Josef Kleesattel gebaut und eingeweiht. Sie wurde unter das Patronat der Heiligen Barbara, der Patronin der Bergleute gestellt. Ein Barbarareliquiar befindet sich an der rechten vorderen Säule. Der aus den römischen Katakomben stammende Grundstein ist an der Orgelbühne zu sehen.

 

Die Kirche hat drei neugotische Flügelaltäre:

  • in der Mitte den Hochaltar
  • rechts und links den Josefs- und Marienaltar.

 

Besonders beeindruckend sind die Fenster. Die Firma Oidtmann aus Linnich erstellte sie im Nazarenerstil, eine romantisch-religiöse Kunstrichtung des 19. Jahrhunderts.
Sie erzählen vom Leben Jesu.

 

Da im Krieg lediglich die Taufkapelle zerstört wurde , ist bis heute ein geschlossener Gesamteindruck der Kirche erhalten geblieben. Nur der Chorraum wurde 1964 durch den Architekten Wolfgang von Chamier gemäß den Liturgiebestimmungen des zweiten Vatikanischen Konzils umgestaltet.


Ein 1922 hinzugefügtes Kriegerdenkmal von Dr. Karl Meuser wurde beim Einbau der Walcker-Orgel an die äußere Nordseite der Kirche gestellt.


Der Turm ist mit 72,72 m der höchste Kirchturm in Essen.

 

Auf dem Bürgersteig vor der Kirche liegen zwei „Stolpersteine“ zum Gedenken an das aus der Gemeinde kommende Ehepaar Bernhard und Maria Kreulich, das am 28. Januar 1944 zum Tode verurteilt wurde.