Liebe Schwestern und Brüder,

je länger uns die Coronakrise einschränkt, umso mehr bemühen sich Menschen auszubrechen, zu protestieren und so manch einer mag sich fragen: Was will Gott von uns? Was kann ich tun?
Gott allein wird wissen, wohin uns seine Weisheit und seine Liebe führen. Er weiß um unsere Ängste, Sorgen und Nöte. Er steht an unserer Seite. Was ich tun kann? Es gibt so einiges, was wir füreinander tun können, so z.B. jemanden ein freundliches Wort sagen oder ein Gebet sprechen; eine Geste der Liebe zeigen, mag sie auch noch so unscheinbar sein; ein stilles Schauen auf Christus in der Anbetung in der leeren Kirche, die aber offen ist. Ringe ich mich durch zum positiven Denken, weil ich Gott vertraue? Seine Liebe verbirgt sich auch in dieser Zeit in den kleinen Dingen: im Aufblühen der Natur, in der freundlichen Solidarität, in der Rücksichtnahme und im Helfen derer, die angewiesen sind auf Einkäufe, auf ein Telefonat oder auf Zuneigung. Es sind manchmal gerade die kleinen Zeichen, die das Leben vermenschlichen.

 

Pastor Norbert Klobusch

Essen-Freisenbruch, 11.05.2020


Liebe Schwestern und Brüder,

in der letzten Woche, am 8. Mai, feierten wir zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs. Noch immer belasten die unzähligen Verbrechen, die an anderen Völkern und Menschen verübt worden sind. Ein nie gekanntes und kaum erahntes Ausmaß an Hass und Verachtung durchzog die damaligen Gesellschaftsschichten. Werte, wie das Verzeihen, das Versöhnen, die Vergebung, die Solidarität und die Subsidiarität, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg hauptsächlich unser Denken und Handeln geprägt haben,  sind wichtiger denn je geworden.

In der jetzigen Zeit der Corona-Pandemie wird uns allen bewusst, an welche Grenzen wir stoßen, und wie wichtig der Respekt vor allem menschlichen Leben ist. Je mehr Respekt wir leben, desto mehr verhelfen wir dem Leben zur Entfaltung. In diesen Tagen sehe ich vermehrt, wie Menschen die Stille einer Kirche aufsuchen. Ich erlebe, wie sie dort nach Hoffnung suchen und ich spüre, die flehentliche Bitten um Wege aus der Krise. Die Sehnsucht nach Leben und Freiheit ist groß. Es macht mir Mut und stärkt meinen Glauben, wenn ich sehe, wie der Durst  nach Christus, nach seiner Gegenwart und nach einem von ihm Gehalten- und Getragen- werden wächst. Diese Art von Suche und Bitte fördert viel mehr unser Durchhaltevermögen, unsere Geduld und unsere Hoffnung als jegliche Entgleisung und vielleicht auch ungeduldiges Verhalten. Jesus hat zu uns gesagt: Ihr seid meine Freunde, denn ich habe euch alles anvertraut, was mir der Vater gesagt hat. (Joh 15,15)
In dieser Freundschaft mit dem Auferstandenen werden wir das Leben für uns und für all die anderen Menschen, die mit uns leben, finden.

Gesegnete Pfingsten!

Euer Pastor Norbert Klobusch

Essen-Freisenbruch, 08.05.2020


Liebe Schwestern und Brüder,

es ist keine Frage, wie sehr uns die jetzige Situation der Distanzierung während der Coronakrise belastet und es macht uns bewusst, wie sehr uns der gemeinsame Gottesdienst fehlt, die Begegnungen und vieles mehr. Seien Sie gewiss, dass für Sie gebetet wird und dass wir darum ringen, Hoffnung und Vertrauen auf Gott zu stärken. Gott ist immer ein liebender Vater, der mit seinen Kindern leidet. Bitten wir Ihn, unserer Welt neue Arzneien und Impfungen zu ermöglichen, neue Solidarität und Ermutigung einander zu schenken.  In dieser österlichen Zeit vertrauen wir auf Gottes Hilfe und danken für jede Hilfe des Nächsten

pax et bonum

Euer Pastor Norbert Klobusch

Essen-Freisenbruch, 18.04.2020


Freisenbruch und Königssteele – ein Grenzland!

Stadtgrenze und Bruchstelle, ständig im Übergang, von Bauernschaft bis Bergbau, von Privatstraße bis Plattensiedlung, von Grün bis Grau. Schon immer innovativ - vom Trendsport Gänsereiten (eingeführt im 16. Jahrhundert) über Steeles erste Bahnstation von 1862 bis zur Medizin von morgen im Alfried Krupp Krankenhaus. So ist auch die Kirchengemeinde St. Antonius mit der Filialkirche St. Altfrid.

Herzlich willkommen!