Neuigkeiten


Um trotz der physischen Distanz verbunden zu bleiben und noch mehr Gemeinschaft zu ermöglichen, möchten wir für Sie gerne ab der nächsten Woche auch werktags folgende Gottesdienste im Internet übertragen:

Essen-Steele, 17. Januar 2021


Liebe Schwestern und Brüder,  

 

zunächst wünschen wir Ihnen auf diesem Weg ein gesegnetes und vor allem gesundes neues Jahr 2021. Wir hoffen, dass Sie alle gut – vielleicht etwas anders als die Jahre zuvor – in dieses neue Jahr hineingekommen sind.

Weihnachten 2020 hat stattgefunden, doch leider etwas anders, als wir uns das alle gewünscht hätten. Die weihnachtliche Stimmung und Atmosphäre mag sich bei dem einen oder anderen nur schwer eingestellt haben und dennoch, das haben zumindest die Besuche und die Begegnungen in den offenen Kirchen unserer Pfarrei zur Weihnachtszeit gezeigt, wurde etwas von der Gegenwart unseres menschgewordenen Gottes spürbar.

 

Wie geht es nun weiter hinsichtlich des gottesdienstlichen Lebens in den Kirchen unserer Pfarrei?
Leider ist die aktuelle Lage im Hinblick auf die Corona-Pandemie nach wie vor sehr angespannt. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch nicht absehen, welche Folgen die Zusammenkünfte an Weihnachten und Silvester auf das Infektionsgeschehen haben. Darüber hinaus beunruhigt das Auftreten einer mutierten Form des Virus. Dies hat die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsident*innen dazu veranlasst, den Lockdown nicht nur zu verlängern, sondern die Einschränkungen sogar zu verschärfen.
Vor diesem Hintergrund können wir nicht verantworten, die Präsenzgottesdienste wieder aufzunehmen. So haben sich die Mitglieder des Pastoralteams, des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes dafür ausgesprochen, dass zum Schutz aller Pfarreimitglieder und im Sinne der von der Regierung empfohlenen Kontaktreduzierung bis zum 31. Januar 2021 weiterhin keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden. Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen, aber wir erachten sie angesichts der schwierigen Lage als geboten.
Uns ist es wichtig, weiterhin miteinander verbunden zu bleiben. Angesichts der vielen positiven Rückmeldungen führen wir gerne die bewährten Livestream-Gottesdienste fort. Außerdem möchten wir dem Wunsch von vielen Pfarreimitgliedern entsprechen und die Kirchen zum persönlichen Gebet öffnen. Darüber hinaus werden wir versuchen, weitere kreative Angebote zu entwickeln. Sie sind herzlich eingeladen, daran mitzuwirken. Bitte geben Sie diese Information auch an Ihr Umfeld weiter.
Im Laufe der kommenden Tage werden wir über Aushänge in den Schaukästen, in den Gemeindenachrichten und auf der Homepage unserer Pfarrei auf entsprechende Angebote hinweisen. Ebenso erfahren Sie dort, wann die Kirchen zum Besuch und stillen Gebet geöffnet sind.
Sobald die Lage sich entspannt, hoffen wir und freuen wir uns darauf, die Präsenzgottesdienste wieder feiern zu können.
Entsprechend den Empfehlungen des Krisenstabs unseres Bistums weisen wir darauf hin, dass die Begräbnisfeiern weiterhin nur auf den Friedhöfen stattfinden. Die Tauffeiern werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Zusammenkünfte von Gruppen, Vereinen und Verbänden sind bis auf Weiteres nicht möglich und dürfen nur digital stattfinden. Außerdem sind die Pfarr- und Gemeindebüros sowie Büchereien geschlossen und können nur telefonisch, schriftlich oder per e-mail kontaktiert werden (die Büchereien telefonisch über das Pfarrbüro oder die Gemeindebüros).

Wir bitten sehr um Ihr Verständnis hinsichtlich der Einschränkungen unseres Pfarreilebens.
Seien Sie gewiss, dass Sie unser Gebet begleitet, und dass die Solidarität, die wir in diesen Tagen erleben, uns auch als Christinnen und Christen neu und intensiver zusammenwachsen lassen kann.

 

So wünschen wir Ihnen einen guten und zuversichtlichen Start ins neue Jahr. Bleiben Sie von Gott behütet!

Für das Pastoralteam

Pfarrer Dr. Andreas Geßmann

Für den Pfarrgemeinderat

Peter Loll

Für den Kirchenvorstand

Michael Filthaut

Essen-Steele, 08. Januar 2021



Weihnachtssegen für Senioreneinrichtungen

Highlights am Heiligabend

Gottes Segen spendete Pfarrer Dr. Andreas Geßmann am Heiligen Abend an Senioreneinrichtungen in Steele.
Gottes Segen spendete Pfarrer Dr. Andreas Geßmann am Heiligen Abend an Senioreneinrichtungen in Steele.

Am Heiligabend überbrachte die Pfarrei St. Laurentius den Weihnachtssegen mit Rikscha und mobiler Krippe an Seniorinnen und Senioren in Steele. Am späten Weihnachtsabend erklangen weihnachtliche Trompetenklänge über den Dächern von Steele.

Schweren Herzens hatten die Verantwortlichen der Pfarrei. St. Laurentius in Essen-Steele am letzten Wochenende alle Präsenzgottesdienste wegen der dramatisch ansteigenden Corona-Zahlen in dieser Region absagen müssen. „Weihnachten findet natürlich dennoch statt - aber anders als gewohnt und geplant", betonte Pfarrer Dr. Andreas Geßmann auf einer besonderen weihnachtlichen Rundtour am Morgen des 24. Dezembers.

Gemeinsam mit Gemeindereferentin Birgit Kopal und Küster Johannes Brähler fuhr er mit einer weihnachtlich geschmückten Rikscha und einer mobilen Krippe sowohl zum Laurentiusstift als auch zur Kaiser-Otto-Residenz, um vor diesen Einrichtungen den Seniorinnen und Senioren den Weihnachtssegen zu spenden. Außerdem übergab er Weihnachtskarten mit Grüßen der Pfarrei an die Senioreneinrichtungen.
„Diese Aktion und andere kreative Angebote sollen dazu beitragen, dass trotz der besonderen Umstände eine Weihnachtsatmosphäre entsteht“, betonte Pfarrer Dr. Andreas Geßmann. Neben der Übertragung von Livestream-Gottesdiensten sind die Kirchen der Pfarrei gerade an den Weihnachtstagen zu bestimmten Zeiten mit der Hilfe von Ordner/-innen geöffnet. So können Gläubige ein stilles Gebet sprechen, eine Kerze anzünden oder sich die Krippe ansehen. Auch Seelsorger/-innen stehen vor Ort für Gespräche unter Beachtung der Corona-Abstandsregeln zur Verfügung.

Für den Abend konnte noch eine Trompeterin engagiert werden, die mit ihrer Trompete vom Kirchturm der St. Laurentius Kirche Weihnachtslieder über den Dächern von Steele erklingen lässt.


Weihnachten findet statt – aber anders als gewohnt und geplant

Liebe Schwestern und Brüder,

 

um vielen von Ihnen die Teilnahme an Krippenfeiern und Christmetten zu ermöglichen, hatten wir in den Kirchen unserer Pfarrei St. Laurentius die Anzahl der Gottesdienste an Heiligabend stark erhöht. Leider hat jedoch das Corona-Infektionsgeschehen eine neue Dynamik angenommen und folgerichtig die politisch Verantwortlichen zu drastischen Maßnahmen veranlasst. Auch in unserer Pfarrei ereilen uns erschreckende Nachrichten von Krankenhäusern, die an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit geraten. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung hat das Land NRW reagiert. Das Ziel aller dort gefassten Maßnahmen ist es, die Kontakte und Begegnungen von Menschen massiv zu reduzieren und, wo immer möglich, darauf zu verzichten.
In den Gremien des Pastoralteams, des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstands unserer Pfarrei haben wir in den letzten Tagen intensiv darum gerungen, wie wir angesichts dieser besorgniserregenden Situation das Weihnachtsfest feiern können. Für uns steht fest, dass Weihnachten stattfindet, aber leider anders als geplant und gewohnt.
Obwohl sich das Schutzkonzept unserer Pfarrei in den letzten Monaten bewährt hat, erachten wir es als ein Gebot der Vernunft, auch als Kirchengemeinde einen gesellschaftlichen Beitrag zur Kontaktreduzierung zu leisten.
Nach leidenschaftlichen Erörterungen von Pro- und Contra-Argumenten hat sich eine Mehrheit im Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand dafür ausgesprochen, die Präsenzgottesdienste an den Weihnachtstagen bis ins neue Jahr hinein auszusetzen. Der Kirchenvorstand hat dazu mehrheitlich den Beschluss gefasst, ab dem kommenden Montag, vom 21. Dezember 2020 bis zum Ende des Shutdowns, dem 10. Januar 2021, keine öffentlichen Gottesdienste zu feiern.
Schweren Herzens haben wir uns zu dieser Entscheidung durchgerungen, da uns durchaus die enorme Bedeutung weihnachtlicher Präsenzgottesdienste für viele Gläubige bewusst ist. Dies führt uns in ein inneres Dilemma, für das es keine eindeutige Lösung gibt. Letztlich setzen wir mit unserer Entscheidung ein Zeichen der Solidarität mit all denen in unserer Gesellschaft, die trotz hochprofessioneller Schutzkonzepte dennoch ihre Einrichtungen schließen mussten. Außerdem möchten wir mit unserer Vorgehensweise das Leben derjenigen schützen, die aus Alters- oder Gesundheitsgründen einer Risikogruppe angehören.
Trotz unseres Verzichts auf gemeinschaftliche Gottesdienste wollen wir weiterhin miteinander in anderer Art und Weise verbunden bleiben. In den zurückliegenden Monaten haben wir mit der Übertragung von Livestream-Gottesdiensten eine Form gefunden, die auf viel positive Resonanz gestoßen ist und die ungeachtet der physischen Trennung gemeinschaftsstiftend gewirkt hat. Daran möchten wir anknüpfen. So wird es an Heiligabend und an den Weihnachtstagen und den darauffolgenden Sonntagen entsprechende Angebote geben, auf die wir rechtzeitig in den Schaukästen und auf der Homepage unserer Pfarrei hinweisen.
Darüber hinaus ist es uns ein Anliegen, die Kirchen unserer Pfarrei zu bestimmten Zeiten für das persönliche Gebet zu öffnen. Dazu benötigen wir allerdings Ordnerinnen und Ordner, die dies ermöglichen.
Zudem regen wir zur Feier von Hausgottesdiensten an. Entsprechende Vorlagen werden in den nächsten Tagen auf der Homepage unserer Pfarrei zur Verfügung stehen.
Ferner liegt uns daran, zum Ausdruck zu bringen, dass wir durch das private Gebet miteinander verbunden bleiben. Wir laden Sie ein, dass Glockengeläut unserer Kirchen morgens um 7.00 Uhr, mittags um 12:00 Uhr und abends um 19:00 Uhr zum Anlass zu nehmen, soweit möglich innezuhalten und im Gebet vertrauensvoll vor Gott zu treten, der uns versprochen hat in allen Lebenslagen an unserer Seite zu stehen und uns begleiten.
Auch wenn dieses Weihnachtsfest so ganz anders als gewohnt sein wird, möchten wir die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Umstände uns dabei helfen, uns auf den Kern der Botschaft von Weihnachten zu konzentrieren: Gott kommt auf uns zu und ist mitten in dieser Welt, auch und gerade dort, wo wir an Grenzen stoßen. Und er will uns Licht und Zuversicht schenken!

 

So wünschen wir Ihnen gesegnete Weihnachtstage, gute Gesundheit und den Schutz unseres Mensch gewordenen Gottes!

Für das Pastoralteam

Pfarrer Dr. Andreas Geßmann

Für den Pfarrgemeinderat

Peter Loll

Für den Kirchenvorstand

Michael Filthaut

Essen-Steele, 21. Dezember 2020