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Bekanntmachung zu öffentlichen Gottesdiensten am Pfingstfest

Liebe Schwestern und Brüder,
zunächst möchten wir uns bedanken, dass unsere bedächtige und besonnene Vorgehensweise hinsichtlich der Feier von Gottesdiensten von der überwältigenden Mehrheit der Gläubigen unserer Pfarrei positiv geheißen worden ist und mitgetragen wurde.
Vor einigen Wochen haben wir Ihnen mitgeteilt, dass wir prüfen wollten, ob an Pfingsten ein öffentlicher Freiluftgottesdienst stattfinden kann. Leider mussten wir dabei feststellen, dass die behördlichen Vorgaben hinsichtlich der Durchführung von Freiluftgottesdiensten sehr restriktiv sind. Zudem sind wir nach Rücksprache mit den Institutionen und Einrichtungen hier vor Ort zu dem Ergebnis gekommen, dass ein solches Vorhaben für uns nicht zu realisieren ist.
Gleichzeitig nehmen wir wahr und spüren, dass bei einzelnen Pfarreimitgliedern das Bedürfnis nach gemeinschaftlichen Gottesdiensten groß ist. Nach intensiver Beratung im Pastoralteam und im Pfarrgemeinderat haben wir vor dem dargelegten Hintergrund beschlossen, dass wir am Pfingstfest in unseren Gemeindekirchen die Eucharistie feiern werden.
Für die Feier von öffentlichen Gottesdiensten haben wir ein Sicherheitskonzept erstellt. Zur konkreten Umsetzung benötigen wir Ordnerinnen und Ordner. Wer bereit ist, einen derartigen Dienst zu übernehmen, melde sich bitte in den entsprechenden Gemeindebüros unserer Pfarrei. Da uns Ihre Gesundheit am Herzen liegt, bitten wir Sie zu prüfen, ob Sie nach den Richtlinien des Robert Koch-Instituts (RKI) zur sogenannten Risikogruppe gehören und es für Sie sinnvoll ist, einen solchen Dienst zu übernehmen. Vorbereitende Schulungen finden in der nächsten Woche in den Gemeindekirchen statt (siehe unten).
Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen können an den öffentlichen Gottesdiensten nur eine begrenzte Anzahl von Personen teilnehmen. Deswegen ist eine Anmeldung erforderlich. Da es unterschiedliche Anmeldeverfahren in den einzelnen Gemeinden gibt, informieren Sie sich diesbezüglich in den entsprechenden Gemeindebüros. Um unsere Mitmenschen zu schützen, haben wir uns für das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes in unseren Kirchen entschieden.
Zur Gewährleitung der Steuerung des Einlasses und der Nachverfolgung möglicher Infektionen ist es notwendig, dass die Besucher zur Teilnahme an einem Gottesdienstes unter Angabe des Tages, an dem der Gottesdienst gefeiert wird, auch die personenbezogenen Daten (Name, Vorname, Anschrift und Telefonnummer), in den Gemeindebüros telefonisch durchgeben. Ihre personenbezogenen Daten oder die Ihre/r Kindes/r werden nach dem Gottesdienst für sechs Wochen ausschließlich zur Nachverfolgung möglicher Infektionen gespeichert. Ihre Daten werden im Bedarfsfall der Kontaktrückverfolgung an die stattlichen Behörden weitergegeben. Die Offenlegung gegenüber öffentlichen Stellen ist nach § 9 Abs. 1 KDG rechtmäßig. Eine sonstige Weitergabe Ihrer Daten oder die Ihres/r Kindes/r erfolgt nicht.
Mit Besonnenheit und Vorsicht wollen wir diesen nächsten Schritt wagen und zugleich auch an diejenigen denken, die der Risikogruppe zuzurechnen sind. Um ihnen zu ermöglichen, weiterhin gemeinschaftlich verbunden zu bleiben, werden wir die Livestream-Gottesdienstübertragungen fortsetzen. So hoffen wir, dass wir unter diesen erschwerten Bedingungen Gemeinschaft erfahren und uns gegenseitig im Glauben an unseren lebendigen Gott bestärken können!

Für das Pastoralteam
Pfarrer Dr. Andreas Geßmann

Für den Pfarrgemeinderat

Peter Loll

Für den Kirchenvorstand

Michael Filthaut

Essen-Steele, 22.05.2020


Termine für die Schulungen des Ordnungsdienstes:

  • Dienstag, 26. Mai um 19 Uhr an der Kirche St. Joseph, Horst
  • Mittwoch, 27. Mai um 19 Uhr an der Kirche St. Antonius, Freisenbruch
  • Donnerstag, 28. Mai um 19 Uhr an der Kirche St. Barbara, Kray
  • Samstag, 30. Mai um 10 Uhr an der Kirche St. Laurentius, Steele

Möglichkeiten zur Anmeldung zum Gottesdienst:

Telefonisch zu den Öffnungszeiten der jeweiligen Gemeindebüros.


Wichtige Information zu öffentlichen Gottesdiensten im Monat Mai

Liebe Schwestern und Brüder,

 

in der letzten Woche haben der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und unser Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck bekannt gegeben, dass es ab Mai wieder möglich sein kann, öffentliche Gottesdienste zu feiern, allerdings nur unter der Bedingung, dass alles getan wird, um das Corona-Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Dabei hat unser Bischof es in das Ermessen der Pfarreien gestellt, was jeweils vor Ort sinnvoll, möglich und verantwortbar ist. Um der Verantwortung gerecht zu werden, haben wir in dieser Woche mit den Sicherheitsbeauftragten unseres Kirchenvorstandes, den Mitgliedern des Pastoralteams sowie des Pfarrgemeinderates intensiv die Sachlage beraten.

Auf der einen Seite sind wir dankbar für die Signale aus der Politik, öffentliche Gottesdienste wieder zuzulassen. Andererseits verstehen wir die strengen Sicherheitsvorkehrungen und erheblichen Einschränkungen, die uns auferlegt sind, wenn wir zu solchen gottesdienstlichen Treffen zusammenkommen. Die berechtigten Schutzauflagen, die zu beachten sind, haben bei uns die Frage aufgeworfen, ob eine würdige Feier des Gottesdienstes möglich ist. Zusätzlich erreichte uns gestern die Nachricht, dass der Gesang im Gottesdienst bis auf weiteres leider entfallen muss, weil nach Auskunft von Fachleuten beim Singen ein erhöhtes Infektionsrisiko nicht auszuschließen ist.

Vor diesen Hintergrund haben wir uns gefragt, ob eine derartige Zusammenkunft mit gehörigem Abstand, empfohlenen Mundschutz, ohne Gesang und verbindenden Gesten eine würdige und gemeinschaftsstiftende Feier eines Gottesdienstes darstellt. Zusätzlich ist uns die Problematik der begrenzt zugelassenen Gläubigen bewusst geworden. Niemand möchte bei einer Zugangsbegrenzung von beispielsweise dreißig Personen die einunddreißigste Person ausladen oder abweisen. Vor allem aber belastet uns der Gedanke, dass nur eine geringe Zahl von Gläubigen nach bestimmten Kriterien zugelassen wird. Nicht die Kranken und Schwachen dürfen kommen, weil sie der sogenannten „Risikogruppe“ zuzurechnen sind, sondern nur die Starken und Gesunden. Dies widerspricht ausdrücklich der frohen Botschaft Jesu! Denn Gott will niemanden von seinem Heil und seiner Gemeinschaft ausschließen.

Natürlich vermissen wir schmerzlich die gemeinschaftliche Feier des Gottesdienstes, wollen aber solidarisch dafür Sorge tragen, die lebensbedrohliche Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus einzudämmen.

Wir sehen es als erforderlich an, mit Bedacht zu agieren und ein wohl überlegtes Sicherheits- und Schutzkonzept zu erarbeiten und die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie sorgsam zu beobachten und verantwortungsvoll Schritte der Öffnung von öffentlichen Gottesdiensten zu ermöglichen. Dass bedeutet konkret für unsere Pfarrei, dass die Kirchen zu den bekannten Zeiten für das persönliche Gebet geöffnet sind. Bis zum Pfingstfest werden wir jedoch keine öffentlichen Gottesdienste aus den oben beschriebenen Gründen feiern.
In den zurückliegenden Wochen haben wir mit der Übertragung von Livestream-Gottesdiensten eine Form gefunden, die auf viel positive Resonanz gestoßen ist und die ungeachtet der physischen Trennung gemeinschaftsstiftend gewirkt hat. Daran möchten wir anknüpfen. Neben den geplanten Eucharistiefeiern werden wir versuchen, auch ein vielfältiges Angebot von Wortgottesdiensten zu entwickeln. Für Pfingsten selber haben wir im Pastoralteam einen öffentlichen Freiluftgottesdienst angedacht.

Gerne verweisen wir auch auf die Liturgiepakete als Anregung für Hausgottesdienste und auf die Rubrik „Gute Gedanken“ hier auf der Homepage unserer Pfarrei St. Laurentius.

Wir sind uns dessen bewusst, dass diese Vorgehensweise nicht bei allen auf Zustimmung stoßen wird. Jedoch bitten wir um Ihr Verständnis, denn nach unserer Einschätzung ist physischer Abstand in diesen Zeiten der Corona-Pandemie Ausdruck der christlichen Nächstenliebe, die Gott uns aufgetragen hat.

So wünschen wir Ihnen und Ihren Familien, dass Sie gesund durch die nächsten Wochen kommen und dass wir bald wieder die Gottesdienste gemeinsam feiern und uns zu anderen Veranstaltungen versammeln können.

Im Vertrauen auf die Wegbegleitung unseres lebendigen Gottes verbleiben wir mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen

Für das Pastoralteam
Pfarrer Dr. Andreas Geßmann

Für den Pfarrgemeinderat

Peter Loll

Für den Kirchenvorstand

Michael Filthaut

Essen-Steele, 30.04.2020


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Brief des Bischofs vom 24.04.2020
200424_Brief_Bischof_Overbeck_Gottesdien
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