Ostermontag



Einen gesegneten Ostermontag darf ich uns wünschen. An einem Ostermontag, an dem wir für mich eine der schönsten Stellen aus dem Lukas Evangelium lesen, hören, betrachten und bedenken dürfen. Jesus ist mit uns unterwegs. Zunächst unerkannt und doch so nah. So nah, wie uns Jesus in dieser Fastenzeit vermutlich ganz oft war. Unerkannt und doch so nah. Nah in Menschen, die uns angerufen haben, um uns zu fragen, wie wir mit der derzeitigen unwirklichen Lebenswirklichkeit zurechtkommen. Und es waren teilweise Menschen, die wir lange nicht mehr gehört haben. Wir wurden mit Jesus erfinderisch unseren Glauben zu teilen und andere Menschen spürbar erfahren zu lassen, auf welche Art und Weise Jesus uns berühren kann und will. Jesus war uns nahe, als wir die heilige Woche mit modernen Medien, aber auch durch die offenen Kirchen ohne Gottesdienst, oder einem Gottesdienst hinter verschlossener Tür, stellvertretend für die ganze Pfarrei feierten. Jesus war uns nahe, indem die Kirche, so wie es mir mehrere erzählten, ganz neu in Augenschein nahmen. Jesus war uns nahe, bei den vielfältigen Aktionen in unserer Pfarrei, wobei die Kreativität großartig war, bis hin zum Osterläuten, am gestrigen Tag. Im Evangelium lesen wir dann die Stelle, wo Jesus seine Jünger fragt: „Begreift ihr denn nicht?“ Begreifen wir, was in der diesjährigen Fastenzeit mit uns und durch uns geschehen ist? Beantworten wir diese Frage ruhig jeder für sich. Ich bin davon überzeugt, sie werden sich an ihren eigenen Begegnungen und Erfahrungen erfreuen, wobei wir zu Beginn der Fastenzeit, sicherlich keine Vorstellung davon hatten, was wir geschenkt bekamen oder aber auch geschenkt haben. Dadurch dürfen wir in dieser Zeit mit den Jüngern einstimmen und bekennen: „Uns brannte das Herz, als Jesus uns neue Wege zeigte, wodurch wir gestärkt durch diese Osterzeit gehen dürfen. Gott schenke uns dazu seinen Segen.

 

Diakon Herwarth Schweres