Ja zum Leben



Heute im Evangelium geht es um einen Mann, der schon seit 38 Jahren krank ist. Er liegt in der Säulenhalle am Teich Betesda. Er wartet darauf, dass jemand kommt und ihn, wenn das Wasser aufwallt, in den Teich trägt, damit er gesund wird. Nun kommt Jesus in diese Säulenhalle, sieht diesen Mann und erkennt, dass er schon so lange krank ist. „Er fragte ihn: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete: Herr ich habe keinen Menschen, der mich, sobald das Wasser aufwallt, in den Teich trägt. Während ich mich hineinschleppe, steigt schon ein anderer hinein.“ Joh 5, 6b+7


Was für eine Frage Jesu! Ich hätte sofort mit „Ja!“ darauf geantwortet. Doch dieser kranke Mann reagiert sehr depressiv. „Ich habe niemanden.“  Für wen soll er also gesund werden. Er ist fast 40 Jahre krank. Jetzt soll er sein Leben wieder selbständig anpacken und unter die Füße kriegen? Ja das soll er! Denn Jesus sagt weiter: „Steh auf, nimm deine Bahre und geh! Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Bahre und ging.“ (Joh 5. 8+9)


Vielleicht sagt Jesus uns heute: „Steht auf aus eurem Jammern und Klagen!“ Es ist beängstigend und schwer, heute mit dieser Corona Bedrohung zu leben. Manch einer/eine mag aufgegeben haben, wie der kranke Mann aus dem Evangelium. Und er/sie hat sich eingerichtet so isoliert in seiner/ihrer Trübsal. Ja, uns fehlen die Kontakte zu unseren Freunden, unseren Familien. Aber wir leben in einem Zeitalter, wo es ein Telefon gibt und wir so Kontakt halten können. Oder auch über den PC. Jesus sagt: „Steht auf! Werdet aktiv! Ihr seid Kinder Gottes und tragt meine Freude in euch! Gebt sie weiter! Sagt Ja zum Leben! In mir ist die Hoffnung!“

Herr Jesus, lass uns nicht vergessen, was du in deiner unermesslichen Liebe für uns getan hast. Du bist für uns ans Kreuz gegangen, um uns zu erlösen. Du hast uns freigekauft von allem Bösen und den Tod überwunden. Lass uns festhalten an der Freude, die du uns ins Herz gelegt hast, an der Lebendigkeit, die du uns geschenkt hast und „Ja“ sagen zum Leben, wie es heute ist. Nur so können wir heute anderen dienen. Amen.
 

Andrea Korte