Der Herr ist mein Hirte



Ängste gehören zum Leben eines Menschen hinzu. Einen Menschen, der von sich behauptet, in seinem Leben noch niemals Angst gehabt zu haben, macht sich was vor, verdrängt, weicht aus. Er leugnet seine innerer Stimme, die durch das Gewissen zum Menschen spricht, die Stimme des Gewissens, die alle Zeit gegenwärtig ist, die Mut zuspricht, die warnt, die belobigt, die tadelt, gemäß des Tuns und Handeln eines Menschen.

 

Jeder Mensch hat sie, die Stimme des Gewissens, die vom Gewissen eines Menschen ausgeht. Das Gewissen eines Menschen ist die innere Stimme, die das Leben eines Menschen lenkt und formt, die zwischen Wahrheit und Unwahrheit unterscheidet. Selbst  Menschen, die als gewissenslos bezeichnet werden, haben in der inneren Tiefe ihrer Selbst immer noch die Stimme des Gewissens.

 

In diesen Wochen und Tagen geht Angst in der Welt um, Angst vor der Ungewohntheit  einer Pandemie, Angst vor dem Corona Virus. Was wird werden, wie geht es weiter, zu Hause, im Betrieb, viele Gedanken dieser Art bewegen Menschen. Wer kann Antwort auf diese vielen bedrängenden Fragen geben?

 

Mir persönlich hat in Krisensituationen immer wieder der Psalm 23 Mut gemacht. So möchte ich diesen guten und ermutigenden Psalmen an dieser Stelle zitieren:

 

Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar.

Psalm 23

 

Ich wünsche allen in diesen Tagen Kraft, Mut und Gottvertrauen und denke besonders im Gebet an diejenigen, die von der Pandemie direkt betroffen sind, die um ihr Leben kämpfen. Ich bete für die, die der Pandemie zum Opfer gefallen sind, für ihre Familien ihre Hinterbliebenen. Ich bete für alle, die sich einsetzen im Kampf gegen die Pandemie, die Ärzte, die Pflegerinnen und Pfleger, alle, die mit ihrem Einsatz die öffentliche Ordnung aufrechterhalten. Möge unser Gewissen uns leiten zum guten und richtigen Tun. Und möge die Angst uns nicht lähmen, das Leben zu gestalten, gerade jetzt in dieser Zeit.

Der Herr ist mein Hirte…

 

Pastor Ludwig Opahle