Dankbarkeit



„Du kannst bedauern, dass etwas Schönes vorbei ist, oder
 dich freuen, dass du etwas Schönes erleben durftest.“

Ich möchte diesen Spruch gerne ergänzen:
dass du auch in diesen Tagen etwas Schönes erleben darfst.

Auch mich überkommt gerade jetzt die Sehnsucht nach so manchem,
was vor der Corona - Krise noch möglich war:
Die Begegnung mit Menschen „ohne Sicherheitsabstand“, die Nähe zueinander,
eine Umarmung, persönliche Gespräche, selbst erlebte Gottesdienste in der Gemeinschaft, Konzerte, das Feiern von Festen, das Begehen des eigenen
Geburtstages zusammen mit lieben Menschen.

Und doch gibt es sie auch jetzt: die vielen kleinen Zeichen durch einen
lieben Kartengruß, einen persönlicher Brief, ein gutes Gespräch am Telefon,
ein herzliches Lachen, eine freundliche Nachricht per SMS oder Email
oder ein Austausch via Skype, bei dem man sich  virtuell begegnen kann.

Und wenn ich in die Natur gehe, kann ich immer etwas Schönes entdecken,
etwas, was mein Herz und die Sinne erfreut, wofür ich dankbar sein kann.

Dankbarkeit und Demut lehrt uns diese Zeit.
Nicht wir sind es, die alles tun und schaffen können.
Es ist an der Zeit, inne zu halten und sich auf das zu besinnen,
was wirklich wichtig im Leben ist,
wer wichtig in unserem Leben ist.

Gott, du bist bei uns, egal, was geschieht. Du beschützt uns.
Begleite uns mit Deinem Segen!

 

Ulrike Hösterey, Gemeindereferentin