Weiterführende Fragen


Verständlich ist es schwer, eine Kirche als Gebäude nicht mehr betreiben zu können, und es tut weh, wenn man davon Abschied nehmen muss. Gerade da ist aber die Verbundenheit und Gemeinschaft der Christen gefordert, zu helfen, diese Herausforderung zu bestehen und neue Wege zu wagen. Dies gilt für alle unsere Zusammenkünfte und Beziehungen innerhalb und außerhalb der Kirche und ist zunächst einmal unabhängig von einem konkreten Gebäude. Natürlich soll es weiterhin möglich sein, die Erfahrung der Nähe Gottes in liturgischen Feiern vor Ort zu erfahren und darin beheimatet zu bleiben. Aber auch in der Weise, wie wir als Christinnen und Christen miteinander und mit anderen solidarisch sind, Anerkennung und Hilfsbereitschaft üben, drückt sich die Verbundenheit und die Beheimatung in der Gemeinschaft der Nachfolge Jesu aus.

Weitere Wege zu einem Gottesdienst sind für ältere Menschen beschwerlich. Es gilt deshalb, nach Lösungen suchen, um auch älteren Menschen weiterhin die Möglichkeit des Besuchs von Gottesdiensten zu ermöglichen. Fahrgemeinschaften könnten da eine denkbare Option sein.

Ein Förderverein kann natürlich mithelfen, das pastorale Leben vor Ort finanziell zu unterstützen. Ziel muss dabei die Pastoral sein, die sich in den Grundvollzügen der Kirche - Diakonie, Liturgie, Verkündigung und Leben in Gemeinschaft– - verwirklicht. Eine Kirche oder ein Pfarr- oder Gemeindehaus als Gebäude nicht nur zu betreiben, sondern auch mittel- und langfristig zu erhalten wird in den allermeisten Fällen einen Förderverein überfordern. Auch ein Förderverein sollte Rücklagen zur Vorsorge bilden, so dass im Fall von Reparaturen ohne Zuschuss des Bistums die Kosten getragen werden können. In Abhängigkeit von der Größe der Kirche kalkuliert das Bistum für die Instandhaltung jährlich mit durchschnittlichen Kosten i.H.v. 20.000-50.000 Euro. Von daher ist ein Förderverein begrüßenswert, wenn er seine Mittel "in lebendige Steine" einbringt.

Die Erträge aus den nicht pastoral genutzten Immobilien und den Erbbaugrundstücken dienen zur Finanzierung und langfristigen Sicherung des Haushalts der Pfarrei. Im Sinne der Generationengerechtigkeit und der langfristigen Sicherung der pastoralen Anforderungen ist ein Verkauf der Immobilien nicht zu verantworten. Finanzielle und personelle Ressourcen dienen dazu, in den pastoralen Verantwortungsbereichen präsent zu bleiben. Dieses Ziel würde durch ein solches Vorgehen massiv beeinträchtigt.

Informationen zum Pfarreientwicklungsprozess werden auf der Homepage der Pfarrei veröffentlicht. Für Rückfragen stehen auch die Mitglieder der Koordinierungsgruppe zur Verfügung.
Kontakt: Email, Tel. 0201 5147403.

Hier sind wir, Gott,
als Menschen, die zu deinem Volk gehören,
zu der einen Kirche,
zu der wir unterwegs sind.
Gott, teile deine Sehnsucht,
deinen Aufbruch,
deine Zukunft mit uns.
Nimm uns mit hinein
in deine Bewegung zu den Menschen.
Lass uns – wenn wir jetzt weitergehen –
die Zukunft deiner Kirche sehen
und miteinander leben.

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