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Wintereinbruch stoppt Blasiussegen „To Go“

Am Sonntag, 7. Februar, sollte vor der St. Laurentius Kirche in Essen-Steele ein besonderes „Event“ stattfinden. Der Blasiussegen sollte unter Beachtung der Corona-Bedingungen an PKW-Fahrer ausgegeben werden. Doch aus dem „Segen-To-Go“ wurde ein unvergesslicher Segen für diejenigen Gläubigen, die trotz des Wintereinbruchs zu Fuß zur St. Laurentius-Kirche gekommen waren.

 

Für viele Katholiken hat der Blasiussegen noch immer eine besondere Bedeutung. Bei diesem Einzelsegen, der rund um den Gedenktag des Heiligen verteilt wird, steht der Priester mit zwei gekreuzten Kerzen vor dem Gläubigen und spricht: „Auf die Fürsprache des heiligen Bischofs und Märtyrers Blasius schenke dir der Herr Gesundheit und Heil im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“  

„So wäre es in Zeiten, in denen keine Corona-Pandemie herrscht. In dieser Zeit eines verschärften Corona-Lockdowns feiern wir Sonntagsmessen, die digital übertragen werden. Wir verzichten schweren Herzens auf Präsenzgottesdienste, da die Infektionszahlen noch immer zu hoch sind“, erklärt Pfarrer Dr. Andreas Geßmann. „Vor diesem Hintergrund wollten wir in diesem Jahr, dass die Gläubigen in unserer Gemeinde spüren können: Kirche möchte für sie da sein und in der Pandemie entlastend wirken. Deshalb wollten wir den Segen Corona konform an Autofahrer verteilen.“ Aber der Wintereinbruch machten den Steelenser Katholiken einen Strich durch die Rechnung. „Selbst Autofahren war plötzlich zu gefährlich, daher haben wir den wenigen erschienenen Gläubigen in der Kirche unter Beachtung der Corona-Bedingungen den Blasiussegen erteilt“, schildert Pfarrer Geßmann den geänderten Ablauf.

Was bringt ein Blasiussegen?
„Ein Segen ist kein Medikament und kein Ersatz für eine Impfung. Aber der Segen verspricht, dass Gott den Menschen in Krankheit und Krise nicht verlässt. Der Glaube an einen segnenden Gott schenkt in der Krise Zuversicht und Kraft zum Durchhalten“, erklärt Pfarrer Geßmann.

Was ist der Hintergrund des Segens?
Blasius, hingerichtet um 316 n. Chr., war Bischof der Stadt Sebaste im Nordosten der heutigen Türkei. Seine Heiligenlegende berichtet unter davon, dass er einem Kind, das an einer Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben rettete. Der heilige Märtyrer wird heute als einer der vierzehn Nothelfer verehrt und an seinem Gedenktag spendet die Kirche den Blasiussegen, der die Gläubigen bei Krankheit und Gefahr unter den Schutz Gottes stellt.